„Jugend gründet“, der bundesweite Online-Wettbewerb für Schülerinnen, Schüler und Auszubildende startete am 1. Oktober 2009 mit einem Relaunch in sein siebtes Wettbewerbsjahr.
Was gibt es neues?
1.) Die Webseite wurde neu konzipiert, umgestaltet und das Spektrum für die Teilnehmer erweitert.
2.) Die Teilnehmer können ab sofort neben einer Hightech-Produktidee auch innovative Produkt- oder Geschäftsideen aus den Sektoren Industrie, Handel und Dienstleistung entwickeln.
3.) Auf dem E-Learning-Campus der Webseite stehen neue Lernmodule bereit.
4.) Und neu ist auch, dass das Thema Nachhaltigkeit in der Wirtschaftssimulation ein stärkeres Gewicht erhalten hat.
Warum Jugend gründet?
„Jugend gründet“ bringt das Thema Wirtschaft zu den jungen Leuten, holt sie da ab, wo sie sich gerne aufhalten: am PC und bietet ihnen das, was sie bisher vermissen: Wirtschaftkenntnisse. Bei „Jugend gründet“ wird der Lernstoff nicht trocken in der Theorie vermittelt, sondern spannend durch aktives Tun in der virtuellen Praxis (learning by doing). „Jugend gründet“ gibt einen Weg vor, der bereits das Ziel ist: das selbständige Aneignen von Lerninhalten und Kompetenzen durch unternehmerisches Agieren.
Wer kann teilnehmen?
Das Bewährte bleibt: Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II, Auszubildende und Zivil- oder Wehrdienstleistende zwischen 16 und 21 Jahren haben bei dem zweistufigen Online-Wettbewerb die Möglichkeit, spielerisch alle Phasen einer Unternehmensentwicklung zu erleben. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden durch selbst organisiertes Lernen an die Themen Existenzgründung und Unternehmensentwicklung herangeführt.
Welche Voraussetzungen sind notwendig?
Das nötige Wissen können sich die Teilnehmer in beiden Spielphasen in verschiedenen Kategorien (Lernmodule auf dem E-Learning Campus, Avatar, Glossar, Selbsttests) selbst aneignen. Innerhalb der beiden Wettbewerbsphasen ist die Teilnahme zeitlich ganz flexibel gestaltbar. Daher eignet sich "Jugend gründet“ sowohl für die Einbindung in den Schul- oder betrieblichen Unterricht als auch für das selbstorganisierte Lernen. Die Begleitung durch eine Lehrkraft ist von Vorteil, aber nicht zwingend erforderlich.
Was nützt die Teilnahme?
In der Arbeitswelt von morgen werden es weniger die Zeugnisse oder Diplome sein, die für einen Arbeitsplatz qualifizieren, sondern die Frage, wie selbstverantwortlich und kompetent die Aufgaben für den Auftraggeber gelöst werden können. Unternehmerisches Denken und Handeln wird daher eine zunehmend wichtige Kernkompetenz.
Für die Zukunftschancen junger Menschen ist es daher wichtig, dass sie Entrepreneurship-Eigenschaften einüben. Sie müssen Gelegenheit haben, die ökonomischen und sozialen Konsequenzen des eigenen Handelns einschätzen zu lernen und sich in konkreten Situationen in ökonomischen Kontexten bewähren können um dadurch Kernkompetenzen zu erwerben. Eine lebendige Volkswirtschaft braucht Menschen, die den Mut haben, ihre Ideen umzusetzen, die Spaß am selbständigen Arbeiten und Gestalten haben und die sich trauen, unternehmerische Entscheidungen zu treffen.
Genau da setzt der Schülerwettbewerb „Jugend gründet“ an. Denn „Jugend gründet“ verbindet die Freude am Ausarbeiten von innovativen Ideen mit unternehmerischem Denken und sensibilisiert schon junge Menschen für ein Thema, das alle angeht.
Wie wird gespielt?
Von der Idee zur (virtuellen) Unternehmensgründung ist das Motto in der ersten Wettbewerbsphase (Oktober bis Januar). Ist eine gute Idee gefunden, erstellen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Hilfe einer Eingabemaske auf der Webseite einen soliden Businessplan für ihre innovative Produkt-, Handels- oder Dienstleistungsidee. Der Businessplan ist die Ausgangsbasis für die zweite Spielphase, das Planspiel.
In der Planspielphase (März bis Mai) werden die ersten acht Jahre der Unternehmensentwicklung simuliert: Bei der Wirtschaftssimulation konkurrieren die Teilnehmer gegen virtuelle Computergegner in ihrem jeweiligen Markt. Sie müssen unternehmerische Entscheidungen treffen. Sie durchleben Höhen und Tiefen der Konjunktur und erfahren die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf das eigene (virtuelle) Unternehmen.
Wie wird bewertet?
Der betriebswirtschaftliche Erfolg des Unternehmens wird mithilfe der Deckungsbeitragsrechnung ermittelt. Beim Wettbewerbserfolg wird zudem auf Nachhaltigkeit geachtet: Im Planspiel zeichnet sich ein erfolgreiches Unternehmen wie im echten Wettbewerb neben dem Gewinn durch weitere Faktoren wie Produktqualität, Kundenzufriedenheit und nachhaltige Entscheidungen aus.
Wer steht dahinter?
Das neue Wettbewerbsjahr startete am 1. Oktober 2009. Anmeldungen sind immer möglich. Weitere Informationen gibt es auf www.jugend-gruendet.de.
"Jugend gründet" wird seit 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Steinbeis Transferzentrum für Unternehmensentwicklung an der Hochschule Pforzheim durchgeführt. Der Wettbewerb steht auf der Liste der gesamtstaatlich geförderten Wettbewerbe der Kultusministerkonferenz und ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft bundesweiter Schülerwettbewerbe sowie im Initiativkreis "Unternehmergeist in die Schulen".
„Jugend gründet“ wird von einer Reihe namhafter Förderer unterstützt. Hauptsponsor ist die Volkswagen AG. Weitere Förderer des Wettbewerbs sind Steinbeis Stiftung, Lenovo, Vodafone, DB Bahn, Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Phaeno, spiesser – die Jugendzeitschrift, TATA Interactive Systems GmbH, Titus GmbH, Verlagsgruppe Westermann und Wolfsburg AG.
Das Zwischenfinale im März 2010 wird von den Ministerien für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau, sowie für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Rheinland-Pfalz mitveranstaltet.
Für Fragen und weitere Informationen wenden Sie sich bitte an: birgit.metzbaur@stzue.de
Text: Birgit Metzbaur, Stzue