Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT tagt in Mainz:
Jungen Migranten helfen, sich besser zu integrieren
„Wir möchten mit „Interkultureller Berufsorientierung“ die Integrationschancen von Migrantenjugendlichen verbessern“, erklärt der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft SCHULEWIRTSCHAFT (BUAG) für den Bereich Wirtschaft, Ernst Baumann. Die BUAGTagung, bei der Wirtschafts- und Schulvertreter aus ganz Deutschland zusammen kommen, fand in diesem Jahr in Mainz statt. Sein Kollege im Vorstand, Ulrich Wiethaup, zuständig für den Bereich Schule ergänzt: „Jugendliche mit Migrationshintergrund schneiden bei Schülervergleichen im Durchschnitt schlechter ab, als deutsche Jugendliche. Wir haben hier also ein Potenzial das wir heben wollen – sowohl aus sozialen, als auch aus ökonomischen Gründen.“
Der Präsident der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland- Pfalz (LVU), Dr. Gerhard F. Braun, begrüßt das Engagement von SCHULEWIRTSCHAFT in diesem Bereich: „Wir spüren schon jetzt die ersten Auswirkungen des bevorstehenden Fachkräfte-Mangels. Wir müssen für unseren Arbeitsmarkt daher ganz konsequent auch die Bevölkerungsgruppen erschließen, die bislang unterrepräsentiert sind. Dazu gehören auch Jugendliche mit Migrationshintergrund.“ Er verweist darauf, dass die individuelle Förderung und Qualifikation von Migrantenjugendlichen deren Integrationschancen erheblich verbessert und einen Gewinn für alle Beteiligten bedeutet.
Die beiden BUAG-Vorsitzenden stellen fest: „Gelänge es, die Unterschiede zur Bevölkerung ohne Migrationshintergrund zu vermindern, so würde nicht nur der Staat von steigenden Steuern und sinkenden Sozialausgaben profitieren – auch die Wirtschaft würde angekurbelt. Eine Konzentration auf interkulturelle Aspekte würde nicht nur zur Verbesserung der Integration von jugendlichen Migranten beitragen. Die zunehmende globale Vernetzung lässt „interkulturelle Kompetenzen“ auch für deutsche Schüler an Bedeutung gewinnen.